Allgemein

  1. Cotton Stories II

    Cotton Stories II

     

    In einem unserer letzten Lookbooks haben wir begonnen, über die globalen historischen und aktuellen Zusammenhänge des Rohstoffs Baumwolle und seine wirtschaftlichen und politischen Implikationen zu sprechen. Dazu entschlossen haben wir uns einmal, weil wir es als unsere Pflicht begreifen, gemeinsam Wissen zu erlangen und zu teilen, zum Anderen aber auch, weil vieles dessen, was man dabei lernen kann, auch mit der Entstehung von Lebenskleidung zu tun hat.

    Während es uns im vergangenen Text zunächst um eine Art Überblick ging, möchten wir diesmal den Blick auf Indien richten - und damit auf ein Land, das für uns eine besondere Bedeutung hat. Die Geschichte von Lebenskleidung nämlich hat damit ganz unmittelbar zu tun: Enrico und Ben haben in Thiruvananthapuram / Kerala gemeinsam einige Semester lang studiert und durch die vielen Eindrücke und Erlebnisse den Entschluss gefasst, Lebenskleidung zu gründen um den ge

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  2. Deadstock - warum uns dieses Thema wichtig ist

    Deadstock, New Life

     

    Die derzeitige Situation rund um die Thematiken Ressourcenknappheit, Preisvolatilität und Überproduktion beschäftigt uns schon lange. Insbesondere dann, wenn man sich Fragen zur Notwendigkeit immer neuer Produktionen einerseits und dem Anstieg von Preisen andererseits stellt, ergibt sich für uns die Verantwortung zum Handeln. Wie Du weißt, hat sich vor allen Dingen seit dem Beginn der Pandemie vieles auf dem globalen Baumwollmarkt verändert und auch uns zwingen die Entwicklungen dazu, die Preise für unsere Baumwollstoffe anzupassen.

    Für uns verbindet sich damit natürlich auch die Sorge, irgendwann nur noch für Menschen mit reichlich Geld leistbar zu sein – eine Entwicklung, die wir keinesfalls möchten. Gute Stoffe müssen einen angemessenen Preis haben, aber sie dürfen nicht zu hochpreisig werden. Gerade auch deswegen ist es uns also wichtig, unser Preisportfolio auszuweiten un

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  3. Trendrecherche - wie geht das eigentlich?

    Trend Recherche

     

    Die aus unserer Sicht wichtigsten Impulsgeber in puncto Trend Forecast (dem sehr schnittigen englischen Wort für »Modeprognose«) sind einmal die Plattform WGSN (World Global Style Network) und das Pantone Institut. WGSN wurde in den späten 90ern in London gegründet und nennt sich selbst »The World’s Trend Authority«. Die Vision: Einer Branche, die genuin analog ist (Farbmuster, Stoffmuster, Lookbooks), online einen Ort zu geben, ein Sammelsurium sozusagen, auf das Modeschaffende und andere Kreative jederzeit Zugriff haben können.

    Neben Prognosen zu Farben, Formen, Maßen oder Funktionalitäten von Stoffen finden sich auf WGSN aber auch Interviews mit Neurowissenschaftlern – die auf gewisse Weise Entzauberungsarbeit leisten. Denn Trendprognosen, das sind viele Zahlen, Daten, Analysen und Beobachtungen. Diese werden aus den verschiedensten Bereichen zusammengetragen, um Stück für

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  4. Durstig, durstiger, Baumwolle?

    Baumwolle - durstige Pflanze?

     

    Es herrscht offenbar ein großes Einvernehmen darüber, dass Baumwolle eine Pflanze ist, deren Durst so immens ist, dass man sie ohne größere moralische Bedenken eigentlich kaum mehr anbauen kann. Derlei Aussagen missachten wichtige Differenzierungen und verkürzen Probleme – weswegen wir hoffen, mit diesem Text den ein oder anderen Aspekt gerade rücken zu können. Nicht zuletzt ist uns das auch deswegen ein wichtiges Anliegen, weil uns dieses Thema schon von Anfang an begleitet und bewegt.

    Die Zahlen, denen man im Zusammenhang mit dem Wasserverbrauch von Baumwolle häufig begegnet, liegen irgendwo zwischen 10.000 und 17.000 Litern Wasser pro Kilogramm – und sind, so bestätigt die Bremer Baumwollbörse, die sich seit Jahren eingehend mit dem Thema beschäftigt, viel zu hoch gegriffen. Zunächst muss man vielleicht Grundlegendes darüber verstehen, wie die Baumwollpflanze »tickt«. Sie ist

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  5. Digitaldruck - am Zahn der Zeit

    Digitaldruck, eine Innovation

     

    Alles ist digital. Und während das in vielen Bereichen nicht ohne eine gewisse Skepsis betrachtet wird, die immer auch die Sorge um den Verlust »des Früheren« zum Ausdruck bringt, widerfährt dem Digitalen Textildruck sozusagen das Gegenteil: Er ist en vogue wie kaum je zuvor.

    Dabei war das vor einigen Jahrzehnten noch undenkbar. Die schrillen Prints der 70er und 80er mögen heute wieder angesagt sein, damals aber waren sie, was man heute »too much« nennen würde. Im Anschluss daran wurden die Modemetropolen rund um den Globus konsequenterweise zunächst von Grunge und anschließend von der eigentümlichen Uniformiertheit des Minimalismus heimgesucht. Genau zu dieser Zeit, in den späten 00er Jahren, tauchte eine junge Athenerin auf und verdrehte der Modewelt mit ihren digitalen Textilprints gehörig den Kopf.

    Mary Katrantzou, die damals Mitte 20 und

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  6. Recyceltes Elasthan - unsere Story dazu

    Recyceltes Elasthan - eine Innovation

    Als wir Uwe Schmidt zum digitalen Interview treffen, merkt man ihm die Begeisterung fürs Thema sofort an. Schmidt ist Managing Director bei Asahi Kasei Spandex Europa, einer der wichtigsten Adressen für elastische Stretch-Fasern und alles, was mit Polymeren zu tun hat. 

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  7. Alles über Leinen

    Ein Feld mit Flachs, aus dem Leinen hergestellt wird

     

    Seit einer Weile haben wir Stoffe aus Leinen sowie eine Komposition aus Baumwolle und Hanf in den Qualitäten Sweat und Jersey – und darüber freuen wir uns natürlich sehr, haben doch so viele von Euch sehnsüchtig darauf gewartet. Regionalität ist für uns dabei ungemein wichtig, denn letztlich kann auch die Ökobilanz eines nachhaltigen Stoffes ziemlich schlecht ausfallen, wenn er tausende Kilometer weit reisen muss. Die Region zwischen Nordfrankreich, Belgien und den Niederlanden ist für den Anbau von Flachs am besten geeignet.

    Die Böden sind dort besonders nährstoffhaltig, lehmig und tief und das milde Klima der Nordsee mit einer perfekten Harmonie aus Sonne und Regen tut der Pflanze gut. Ein Blick zurück in die Geschichte verrät, dass Flachs sich hier offenbar schon seit tausenden von Jahren wohlfühlt. Überhaupt ist Flachs nach heutigem Wissensstand die älteste Textilfaser – Funde legen nahe, dass er scho

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  8. Lyocell und Refibra

    Bäume

    Mit der Portfolioplanung ist es so eine Sache: Einerseits möchten wir am liebsten nur solche Stoffe in die Lebenskleidung-Familie aufnehmen, die ressourcenschonend produziert werden, ohne lange Transportwege auskommen und obendrein auch noch all dem gerecht werden, was es an Innovationen gerade gibt. 

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  9. Lasst Uns Wärme Nähen 2021

    Aktion Wärme Nähen 2021

    UPDATE: WOW WOW WOW. Eure Hilfsbereitschaft in diesem Jahr war wieder phänomenal. Danke, danke, danke. Es haben sich so unglaublich viele Menschen gemeldet die "Wärme Nähen" nähen.  Der für die Aktion vorgesehene Stoff ist nun leider aufgebraucht. Wir haben weit über 1.000 Meter Stoff für die Aktion gespendet. Nun müssen wir leider für dieses Jahr die Aktion beenden und das Formular schließen.

    Wir sind nun eifrig dabei, die fertig genähten Teile an unsere Partner zu verteilen. Schaut doch mal bei uns auf Instagram vorbei. Dort dokumentieren wir die Verteilung nun regelmäßig. Allen die helfen möchten sagen wir danke. Was könnt ihr trotzdem tun? Habt ihr noch Stoffe bei Euch liegen und lagernd? Dann näht gern ebenfalls Pullover, Unterwäsche, T-Shirts oder ähnliches und sendet oder übergebt die Teile an eine Initiative in Eurer Nähe oder in Berlin.

     

     

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  10. Recycling & Zirkularität

    Zirkularität

     

    Recycling und Zirkularität - das sind zwei große Buzzwords unserer Zeit und gleichzeitig zwei super wichtige Themen, mit denen sich insbesondere Modeschaffende auseinandersetzen.

    Zunächst vielleicht ein genereller Überblick: Recycling bedeutet, dass man Abfälle aus der Produktion oder aber auch solche, die nach der Verwendung von Dingen entstehen, wieder in einen Kreislauf zurückführt und nutzbar macht. Das ursprüngliche Produkt wird also modifiziert und anderer Stelle eingesetzt. Prominente Beispiele sind sicherlich Lebensmittelverpackungen oder PET-Flaschen. Für die drei Säulen der Nachhaltigkeit, die Soziales, Ökologie und Wirtschaft umfassen, sind Strategien des Recycelns mit Blick auf zukünftiges Zusammenleben und -wirtschaften sehr wichtig, da in ihnen viele gesellschaftliche und ökologische Fragen zusammenkommen.

    Qualitativ kann man Recycling aufteilen in Upcycling und Downcycling. Beim Downcyc

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